Schlagwort-Archive: Haut

Calendula – Frisch gepflückte Pflege

Ringelblume (Calendula officinalis)

Ringelblume, Sonnenwirbel oder Mariengold – die Calendula trägt viele Namen, die bezeichnend sind für ihre Eigenschaft, Sonnenlicht zur Bildung ihrer Heilkräfte zu nutzen. Sie ist eine der vielseitigsten und wirksamsten Heilpflanzen, wenn es um die natürliche Gesundheit der Haut geht. Ihr hoher Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen wie den Carotinoiden macht sie besonders wertvoll für die Widerstandsfähigkeit der Haut.

Die Calendula ist eine einjährige Pflanze und wächst bis zu 50 cm hoch. Wegen ihrer schönen Blüte ist sie auch eine beliebte Zierpflanze. Wer sie einmal im Garten hat, wird sie so schnell nicht mehr los: Die Calendula ist eine richtige „Wucherblume“. Sie entwickelt sich sehr rasch und wächst im Stängel- und im filzig behaarten Blattbereich mit überschießender Kraft üppig in die Breite. Vielzellig bildet sie Samen aus, die sie munter in die Welt hinaus verstreut. Von Ende Juni bis in den Spätherbst trägt sie gelb- bis orangefarbene Blüten. Das üppige Wachstum und die lange Blütezeit der Calendula sind Ausdruck ihrer Vitalität.

Die Calendula kann Licht- und Wärmekräfte der Sonne in sich konzentrieren und wertvolle Substanzen wie Carotinoide, Flavonoide und ätherische Öle bilden. Sie unterstützt die Haut vitalisierend in ihrer gesunden Entwicklung und grenzt sie gleichzeitig nach außen ab, regeneriert ihre Form und bietet Schutz. Mit diesen Eigenschaften entspricht die Calendula ganz den Bedürfnissen zarter Babyhaut. Daher ist sie zum Beispiel bei Weleda Leitpflanze der Babypflegeserie.

Auszüge aus Calendula hemmen das Wachstum von Entzündungserregern, reinigen das Wundgebiet, lindern Entzündungsprozesse und fördern die Bildung von neuem Gewebe. In Anthroposophischen Arzneimitteln wird Calendula zur Behandlung von oberflächlichen Verletzungen der Haut oder Entzündungen eingesetzt. Die heilsamen Kräfte der Calendula werden dabei in gezielten pharmazeutischen Verfahren behutsam aufgeschlossen.

Quellen: Weleda AG

Die Thermalquelle Avène – damals und heute

Das Avène Thermalwasser ist Heutzutage weltweit bekannt. Inzwischen können Menschen mit empfindlicher Haut und Neurodermitis in über 140 Ländern von der wohltuenden Kraft des Avène Wassers profitieren. Das reine Wasser in Sprayform war das erste Produkt, das unter der Marke EAU THERMALE Avène verkauft wurde und gilt bis heute als Klassiker. Das Avène Thermalwasser-Spray wird von Dermatologen weltweit bei entzündlicher und irritierter Haut oder nach chemischen Peelings eingesetzt. Es eignet sich aber auch optimal für eine schnelle Erfrischung zwischendurch, zum Fixieren von Make-up, für empfindliche Baby-Popos und nach Rasur oder Sonnenbad zur Beruhigung der Haut. Aber kennt ihr ihre faszinierende Geschichte?.

Avène Thermalwasser

Die Entdeckung der Heilquelle und der Ausbau zur Thermalklinik

Damals… 1736 bemerkte der Marquis de Rocozels, dass sein Pferd, das unter einer Hauterkrankung litt, genesen war, nachdem es ein paar Wochen in einer Quelle des Flusses Orb gebadet und daraus getrunken hatte. Er ließ die Quelle untersuchen, zur Thermalquelle erklären, und taufte sie auf den Namen Sainte Odile.

1874 wurde die Quelle erstmals staatlich als Heilquelle anerkannt. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte Avène seine Glanzzeit. Die Nähe zum Mittelmeer ließ mondänes Publikum aus aller Welt in den kleinen Ort reisen, das dort Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Psoriasis behandeln ließ. Etwa 300 bis 400 Gäste kamen jährlich zur Kur.

Heute… steht in Avène noch immer die ganzheitliche Behandlung der Patienten im Vordergrund. Für ca. 4000 Patienten, die die Klinik jährlich besuchen, ist eine individuelle Betreuung möglich. Zur Therapie gehören unter anderem Unterwassermassagen, Bäder, Kopfduschen oder die Hydroheliotherapie mit natürlichem Sonnenlicht. Für die Zeit nach der Kur lernen die Patienten, sich zu schminken und richtig zu pflegen, um die therapiefreien Intervalle zu verlängern.

Avène Fluss Orb

Das Avène Thermalwasser – Quelle der Beruhigung

Heute wie damals fließt das Thermalwasser 40 Jahre lang durch die Gesteinsschichten der Cevennen, wo es zahlreiche Mineralien aufnimmt, bevor es an der Sainte Odile Quelle entspringt. Dort sprudelt es bakteriologisch rein mit einer Menge von 1.140 Litern pro Minute (70 m³/h) hervor und wird sofort steril abgefüllt und zu Pflegeprodukten verarbeitet.

Avène Thermalwasser zeichnet sich durch seinen niedrigen Anteil an Mineralstoffen aus, unter denen die Kieselerde den höchsten Anteil hat. Dies verleiht ihm seine hautberuhigenden, reizlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Außerdem besitzt das Wasser einen sehr geringen Anteil an Mineralsalz von lediglich 207 mg/l.

Aus der Quelle Sainte Odile tritt das Avène Thermalwasser mit einer konstanten Temperatur von 25,6°C aus – weshalb die Badesaison schon im 19. Jahrhundert nur von Mai bis Oktober möglich war.

Heute… ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Thermalwasser durch Erwärmung seine Wirksamkeit verliert. Die saisonal begrenzte Badesaison ist also auch heute noch sinnvoll, da das Bad bei 25,6° C nur in den warmen Monaten angenehm ist.

Die neue Thermalstation Klinik Avène

Avène-les-Bains – Ruhe und Natur tragen zur Genesung bei

Damals wie  heute… ist Avène ein kleines Cevennendorf mit etwa 200 Einwohnern, das nur auf wenigen Landkarten auftaucht. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein, es gibt im Ort selbst keine Neubauten, was den Charme und die Ruhe des Ortes ausmacht.

Damals… in den 60er Jahren kam der Betrieb der Thermalklinik aufgrund der Abgeschiedenheit des Ortes zum Erliegen. Als Pierre Fabre Anfang der 70er Jahre Avène besuchte, entdeckte er die verlassene Thermalquelle und erkannte ihr Potenzial zur Behandlung von Hautkrankheiten. 1975 kaufte er die Quelle und ließ die Einzigartigkeit des berühmten Thermalwassers sowie seine therapeutische Wirksamkeit intensiv erforschen.

1990 wurde die moderne Thermalklinik in Avène eröffnet und gleichzeitig lancierte Pierre Fabre die ersten Pflegeprodukte für empfindliche, überempfindliche und allergische Haut unter der Marke EAU THERMALE Avène.

Heute… arbeiten ca. 400 Mitarbeiter in der Klinik und den Fabrikationsstätten. Schon beim Bau Ende der 80er Jahre wurden strenge Sicherheitsauflagen beachtet, um die Unversehrtheit und die Ursprünglichkeit des umliegenden Naturschutzgebietes zu erhalten.

In folgendem Video erfahrt ihr wie eine Thermalwasserkur gegen Neurodermitis in der Klinik Avène erfolgt.

 

Quellen: Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH – concept & communication GmbH & Co. KG – KIYAfashion TV