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JETREA® – Ocriplasmin

Packshot von Jetrea in UK, Alcon

Alcon, der globale Marktführer im Bereich der Augenheilkunde und eine Division von Novartis, hat das Arzneimittel JETREA® mit dem Wirkstoff Ocriplasmin zur intravitrealen Injektion zum 1. Mai auf den deutschen Markt gebracht, das zur Behandlung der vitreomakulären Traktion bei erwachsenen Patienten zugelassen ist. Am 15. Mai gab Alcon auch bekannt, dass die intravitreale Injektion von Jetrea® (Ocriplasmin) in Deutschland für die Behandlung von vitreomakulärer Traktion (VMT) bei Erwachsenen, auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch ≤400 µm Durchmesser erhältlich ist.

VMT ist eine fortschreitende Augenerkrankung, die das Sehvermögen bedroht und unbehandelt zum Verlust des zentralen Sehens führen kann. In Deutschland leiden schätzungsweise 30.000 bis 40.000 Menschen an VMT. Mit dem Alter löst sich der Glaskörper (gallertartige Substanz im Auge, die dafür sorgt, dass das Auge seine runde Form behält) von der Netzhaut (die lichtempfindliche Schicht, die den Augenhintergrund auskleidet). In einigen Fällen löst sich der Glasköper jedoch nicht vollständig ab, sondern bleibt an der Netzhaut – und vor allem an der Makula – (die Stelle des schärfsten Sehens, die für tägliche Aufgaben wie Autofahren, Lesen oder das Erkennen von Gesichtern zuständig ist) haften. Dies bezeichnet man als vitreomakuläre Adhäsion. Diese vitreomakuläre Adhäsion kann einen Zug auf die Netzhaut ausüben. Dieses Krankheitsbild wird als VMT bezeichnet. VMT kann zur Bildung eines Lochs in der Makula führen.

Jetrea®, eine rekombinante Version eines menschlichen Proteins (Plasmin), zielt auf die Proteinfasern ab, die den übermäßigen Zug zwischen Glaskörper und Makula verursachen. Jetrea® löst diese Proteine auf, sodass die vitreomakuläre Traktion nachlässt. Dies trägt dazu bei, dass sich der Glaskörper vollständig von der Makula lösen kann. Eine einmalige Injektion von Jetrea® kann demzufolge zu einer frühzeitigen Auflösung der VMT und zur Schließung damit einhergehender Makulalöcher mit einem Durchmesser von ≤400 µm führen. Jetrea® ist für Patienten mit VMT ein Durchbruch. Der derzeitige Therapiestandard ist ein chirurgischer Eingriff oder die „aktive Beobachtung“, die häufig mit Sehbehinderungen verbunden ist.

Das ist ein Verschreibungspflichtig Arzneimittel. Für mehr Informationen, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachkreise finden mehr Infos in http://www.ema.europa.eu/ema/ unter Produktinformation JETREA® (EMA); Alcon Pharma; 18. April 2013.

Quelle: Pressemitteilung von Alcon Pharma; 15. Mai 2013: Jetrea® – das ersten Augenmedikament zur Behandlung der vitreomakulären Traktion (VMT) bei Erwachsenen, auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch ≤ 400 µm.

Constella (Linaclotid): Neuer Wirkstoff zur Behandlung des Reizdarmsyndroms

Erstes Foto von Constella in Europa verfügbar, Packshot von Constella in UK; Quelle: Almirall Ltd

Constella®stellt für Patienten, die an Reizdarmsyndrom mit Obstipation leiden, eine neue Therapieoption zur Verfügung. Der Wirkstoff Linaclotid hat Ende letzten Jahres die europaweite Zulassung erhalten. Zum 1. Mai kam auf den deutschen Markt. Bisher gibt es nur wenige wirksame Therapiemöglichkeiten für das Reizdarmsyndrom (RDS), eine Krankheit, die mehr als 10% der Europäer betrifft.

Der Begriff Reizdarmsyndrom (RDS) bezeichnet eine Gruppe funktioneller Darmerkrankungen. Symptome des Reizdarmsyndroms sind Schmerzen, Blähungen oder Unwohlsein im Bauchraum zusammen mit einer Veränderung in den Stuhlgewohnheiten unter Ausschluss einer strukturellen oder biochemischen Ursache. Das Reizdarmsyndrom kann in verschiedene Untergruppen klassifiziert werden, dazu gehören diarrhoe-prädominantes (Durchfall), obstipations-prädominantes (Verstopfung) Reizdarmsyndrom und Reizdarmsyndrom mit wechselnden Stuhlgewohnheiten.

Dosierung und Art der Anwendung

Constella® wird zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndrom mit Obstipation (RDS-O) bei Erwachsenen angewendet und ist in Packungsgrößen von 28 und 90 Kapseln zur Verfügung. Die empfohlene Dosis ist eine Kapsel (290 Mikrogramm) einmal täglich, die mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden sollte. Ärtze sollten die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung regelmäßig überprüfen. Wenn der Patient nach 4 Behandlungswochen keine Besserung seiner Symptome erfahren hat, sollte eine Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich der Fortführung der Behandlung durchgeführt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30° lagern. Die Flasche enthält versiegelte Beutel mit Kieselgel, um die Kapseln trocken zu halten. Lassen Sie die Beutel in der Flasche und halten Sie diese fest verschlossen.

Das ist ein Verschreibungspflichtig Arzneimittel. Für mehr Informationen, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachkreise, können sie sich hier im geschützten Bereich von Almirall anmelden um die vollständige Fachinformation von Constella nachschlagen.

Quellen: Wikipedia - Fachinformation Constella; Almirall Hermal GmbH; Almirall, November 2012.

Lyxumia®: Neue einmal täglich Injektionslösung für Typ-2-Diabetes

Die neue Lyxumia Injektionslösung wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung des Typ-2-Diabetesmellitus in Kombination mit oralen blutzuckersenkenden Arzneimitteln und/oder Basalinsulin, wenn diese zusammen mit Diät und Bewegung den Blutzucker nicht ausreichend senken. Lyxumia ist im Apothekenmarkt seit März 2013 in den Wirkstärken 10 Mikrogram und 20 Mikrogram Lixisenatid zur Verfügung.

Dosierung und Art der Anwendung: Die Behandlung wird mit einer Dosis von 10 Mikrogram Lyxumia einmal täglich über 14 Tage begonnen. Die Erhaltungsdosis ab dem 15. Tag beträgt 20 Mikrogram Lyxumia einmal täglich. Lyxumia wird einmal täglich, in der Stunde vor der ersten Mahlzeit des Tages oder in der Stunde vor dem Abendessen, gegeben. Falls die Gabe von Lyxumia versäumt wurde, ist Lyxumia in der Stunde vor der nächsten Mahlzeit zu injizieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung: Im Kühlschrank lagern (2 °C– 8 °C), aber nicht unmittelbar neben dem Gefrierfach. Nicht einfrieren. Nach Anbruch des Arzneimittels: Nicht über 30 °C lagern und nicht einfrieren. Die Kappe stets auf den Pen aufstecken, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung: Verwenden Sie Lyxumia nicht mehr, wenn es eingefroren war. Lyxumia kann mit Pen-Einmalnadeln der Stärke 29G bis 32G verwendet werden. Pen-Nadeln sind nicht in der Packung enthalten. Der Patient ist anzuweisen, die Nadel nach jeder Injektion entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen und den Pen ohne aufgesetzte Nadel aufzubewahren. Dadurch werden Verunreinigungen und eine mögliche Verstopfung der Nadel vermieden. Der Pen ist nur für den persönlichen Gebrauch eines Patienten bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Das ist ein Verschreibungspflichtig Arzneimittel. Für mehr Informationen, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachkreise, können sie sich hier im geschützten Bereich von Sanofi anmelden um die vollständige Fachinformation von Lyxumia nachschlagen.

Quellen: Fachinformation Lyxumia® 10 Mikrogramm Injektionslösung; Sanofi-Aventis Deutschland GmbH; Februar 2013.

Dymista Nasenspray: neu gegen allergische Rhinitis

Packshot Dymista Nasenspray in UK, Meda Pharma.

Die Heuschnupfenzeit kann für Betroffene bereits in den ersten Frühlingsmonaten beginnen. Ab Februar reagieren die ersten Patienten auf Frühblüher wie Hasel und Erle. Die sogenannte allergische Rhinitis äußert sich u.a. durch Niesen, Juckreiz, fließende und verstopfte Nase, Bindehautentzündung, Reizhusten oder Hautausschlag. Meda Pharma stellt ab 15. April 2013 in deutschen Apotheken eine neue Wirkstoffkombination aus Azelastin und Fluticason zur Therapie der allergischen Rhinitis zur Verfügung.

Dymista® Nasenspray ist zugelassen zur Linderung der Symptome der mittelschweren bis schweren saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, wenn eine Monotherapie entweder mit einem intranasalen Antihistaminikum oder einem Glukokortikoid nicht als ausreichend betrachtet wird. Für einen vollständigen therapeutischen Nutzen ist eine regelmäßige Anwendung wichtig. Die empfohlene Dosierung ist ein Sprühstoß in jedes Nasenloch zweimal täglich (morgens und abends). Dymista® Nasenspray ist auch für die Langzeitanwendung geeignet.

Das ist ein Verschreibungspflichtig Arzneimittel. Für mehr Informationen, zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachkreise, können sie sich hier im geschützten Bereich von Meda Pharma anmelden um die vollständige Fachinformation von Dymista® nachschlagen.

Textquellen: medicalpress, Fachinformation Dymista® Nasenspray; Meda Pharma; Januar 2013