Archiv der Kategorie: Umwelt

Mango

Erste Bio-Mangobutter weltweit

Wahrscheinlich habt ihr schon diese Nachricht mitgekriegt. Aber wie ihr schon weißt, das Thema Nachhaltigkeit in meinem Bereich liegt mir am Herzen, also durfte diese Nachricht auch nicht hier in Pharmawelt fehlen.

Es geht um die Mangobutter. Die Butter ist ein festes Pflanzenöl, das aus den Samen der Mango gewonnen wird. Mangokernbutter hat aufgrund ihrer Ölzusammensetzung eine zurückfettende, feuchtigkeitsspendende und damit regenerierende und heilende Wirkung für die Haut. Sie wird entsprechend häufig für die Herstellung verschiedener Hautcremes und Lotionen verwendet, darunter auch für Babycremes und Lippenbalsam, und vieles mehr. Bisher gab es diesen für Kosmetikhersteller wichtigen Rohstoff nicht in Bioqualiät. Jetzt ist das anders. Dafür hat Dr. Hauschka in Indien ein Rohstoffprojekt initiiert. Projekt und Rohstoff haben die Testphase erfolgreich durchlaufen mit dem Ergebnis, dass jetzt Dr. Hauschka Produkte nur noch mit Bio-Mangobutter hergestellt werden. Der wertvolle Rohstoff in Bioqualität hat seinen Preis. Dr. Hauschka bezahlt dafür das Zehnfache des Weltmarktpreises für konventionelle Mangobutter, das sind etwa 120 – 150 Euro pro Kilogramm.

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Primavera erhält zwei Umwelt-Auszeichnungen

Dieses Jahr hat das Unternehmen Primavera Life die GREEN BRANDS GERMANY 2013/2014 und CO2-NEUTRAL Umwelt-Auszeichnungen bekommen.

Dass sich die Geschäftsführung seit Unternehmensgründung vor über 26 Jahren dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet fühlt, ist kein Geheimnis in der Branche. In der Firmenphilosophie des mittelständischen Allgäuer Unternehmens ist seit jeher neben der Liebe zur Natur auch der Respekt für Mensch und Umwelt festgeschrieben. Als Hersteller rein pflanzlicher ätherischer Öle und Naturkosmetik weiß PRIMAVERA schließlich um den Wert unbelasteter Umweltbedingungen. PRIMAVERA hat ein komplettes Naturkosmetik- und Pflege-Sortiment mit NATRUE zertifiziert. Die PRIMAVERA Produkte sind im Biohandel, in Apotheken, in Naturkosmetikfachgeschäften, in Kosmetikinstituten, Spas und ausgesuchten Drogerien und Parfümerien erhältlich. Alle unternehmerischen Entscheidungen orientieren sich schon immer an dieser innerbetrieblichen ethischen Messlatte. Das Traditionsunternehmen befolgt ethische Geschäftspraktiken, zahlt Anbaupartnern und Lieferanten faire Preise, unterhält langfristige Beziehungen und unterstützt die Weiterbildung und die Entwicklung seiner Partner und Kooperativen.

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René Furterer: Karité mit Ethik

Letzte Woche habe ich euch die neue René Furterer KARITÉ Nacht-Haarpflege  präsentiert und schon erwähnt, dass ich über das soziale Karitébutter Projekt in Burkina Faso berichten möchte. Heute ist soweit und nachstehend werde ich euch diese nachhaltige Kooperation näher bringen.

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Weleda: Pionerin der Nachhaltigkeit

Foto: Weleda

Die Weleda AG mit Hauptsitz in Arlesheim bei Basel (Schweiz) und der größten Niederlassung in Schwäbisch Gmünd (Deutschland) entwickelt und produziert Naturkosmetikprodukte und Arzneimittel nach dem anthroposophischen Natur­verständnis des Gründers Rudolf Steiner. Weleda verwendet rund 1000 natürliche Rohstoffe für ihre Arzneimittel und Naturkosmetikprodukte. 74 Prozent der pflanzlichen Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem oder biologisch-dynamischem Anbau und aus kontrollierter Wildsammlung. Die Förderung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) ist von größter Wichtigkeit für Weleda, denn ohne biologische Vielfalt gäbe es keine Weleda Produkte. Nur intakte natürliche Ökosysteme sorgen für fruchtbare Böden. Und diese sind für das Wachstum natürlicher Rohstoffe unabdingbar.

Das Unternehmen besitzt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, ist ISO-14001-zertifiziert und EMAS-validiert. 2008 nimmt Weleda an der 9. Vertragsstaatenkonferenz der UN zum Übereineinkommen über die biologische Vielfalt teil und engagiert sich seitdem für die „Business und Biodiversity Initiative“ des Bundesumweltministeriums. Mit dem Beitritt zur „Union for Ethical Biotrade“ (UEBT) im 2011 intensiviert das Unternehmen sein Engagement für nachhaltige Beschaffung, Biodiversität und fairen Handel. Neu wurde 2011 zudem eine für alle Weleda Gesellschaften verbindliche Biodiversitätsrichtlinie entwickelt und implementiert. Ziel der Weleda Gruppe ist es, bis 2015 vollständig klimaneutral zu werden.

Mit Anbauprojekten in der ganzen Welt sorgt Weleda für Inhaltsstoffe in bester Qualität und ausreichender Menge, wie beispielsweise das Weleda Arnika-Projekt in den rumänischen Karpaten. Hier verpflichten sich die lokalen Bauern und Sammler mit ihrer Genossenschaft, gemeinsam mit Weleda und dem WWF zur nachhaltigen Wildsammlung der Arnika. Konkret heisst das: Durch die schonende Sammlung auf den Weiden und Magerwiesen, eine aktive Pflege der Sammelgebiete und ein konsequentes «Monitoring» (Bestandeskontrolle) kann die wertvolle Heilpflanze nicht nur massvoll genutzt, sondern im Bestand sogar gefördert werden. Diese Art des Umgangs, die durch Schulungen des WWF und von Weleda begleitet wird, birgt einen dauerhaften Effekt: Die lokale Bevölkerung ist sich des Naturschatzes bewusst, der vor der Haustüre wächst, denn er sichert ihr einen  dauerhaften Nebenerwerb. Damit die Wertschöpfung für die Genossenschaft und die hohe Qualität der Heilpflanzen gesichert ist, haben WWF und Weleda zudem eine Anlage zur Trocknung der Arnikablüten aus lokalen Baumaterialien finanziert, die seit fünf Jahren bestens funktioniert.

Quellen: Pressemitteilung von UEBT; “Weleda, Pionerin der Nachhaltigkeit”, 23. Januar 2013 – Weleda AG – Weleda Schweiz YouTube.

Das Sahel- und Westafrika-Programm erhält Weltbank “Green Team Award”

Die Weltbank hat ein Team von der Global Environment Facility (GEF) und ihr Bank mit dem ”Green Team Award” für die Arbeit an der Sahel- und Westafrika-Programm zur Unterstützung der Große Grüne Mauer Initiative ausgezeichnet. Das Programm ist Teil der umfassenden Bemühungen um die Bodendegradation und Wüstenbildung über eine umweltfreundliche fragile Gürtel aus Subsahara-Afrika anzugehen. Die Auszeichnung, die am Mittwoch, 26. Februar 2013 in einer Zeremonie am Sitz der Weltbank in Washington vorgestellt wurde, erkennt das GEF-Weltbank-Team für seine Förderung dieses Projekt der Afrikanischen Union.

Afrikas Grüne Mauer im Sahel ist ein im Juli 2005 von der Afrikanischen Union (AU) beschlossenes Projekt gegen Desertifikation in der Sahelzone. Die Grüne Mauer in der Sahelzone soll mindestens 15 km breit und 7.100 km lang sein und damit etwa von Dakar im Westen nach Dschibuti im Osten Afrikas reichen. Es sollen etwa 11,7 Millionen Hektar Wald gepflanzt werden. Gepflanzt werden sollen zumeist einheimische Bäume und Sträucher. Anpflanzen sollen sie die einheimische Bevölkerung unterstützt von Agrarexperten. Die Pflanzen sollen sowohl für den Eigenbedarf (zum Beispiel als Nahrung) als auch für den Export (beispielsweise für Biokraftstoff) dienen und für den Anbau auf sandigen Böden und in wasserarmen Gebieten geeignet sein. Durch die Anpflanzungen soll ein extremer Landverlust verhindert, wenn möglich soll der Desertifikationsprozess sogar umgekehrt werden. Implizit erwünschte Effekte sind häufigere Regenfälle, ein wieder ansteigender Grundwasserspiegel und weniger Sandstürme. Diese Effekte würden sich auch auf Gegenden auswirken, die noch nicht von Verwüstung betroffen sind. Es wird erwartet, dass durch dieses Projekt die fortschreitende Verarmung der Menschen dieser Region aufgehalten werden kann und sich ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden.

Als Vorbild dienen Chinas Grüne Mauer oder die von Thomas Sankara in Burkina Faso 1983 bis 1987 initiierten Projekte, die allerdings nach seiner Ermordung von den Nachfolgeregierungen wieder zunichtegemacht wurden. Unter der Präsidentschaft von Olusegun Obasanjo machte sich die AU das Projekt zu eigen. In das Projekt sind die elf afrikanischen Länder Senegal, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Tschad, Sudan, Eritrea, Äthiopien und Dschibuti involviert. Im Senegal wurden bis zum Oktober 2010 Bäume auf einer Gesamtlänge von 525 km gepflanzt. Der Senegal, der jedes Jahr rund 50.000 Hektar Land an die Sahara verliert, nimmt zur Zeit die Vorreiterposition ein.

Aus der Pharmaindustrie, das Institut Klorane (Pierre Fabre) unterstütz auch dieses Projekt auf verschiedenen Ebenen.

Bilderquelle: GEF – Originaltextquelle: Pressemitteilung von GEF, Wikipedia