Hilft Zink gegen Depressionen?


Um das Immunsystem in der Erkältungszeit zu unterstützen, greifen viele Menschen zu Zink. Doch nicht nur wegen seiner präventiven Effekte in der kalten Jahreszeit wird das Spurenelement geschätzt: Auch in der Behandlung von Akne und unreiner Haut hat es sich bewährt. Forschungsergebnisse deuten nun an, dass Zink auch in der Behandlung von Depressionen mehr Potential hat, als bislang angenommen.

Depressionen auf dem Vormarsch?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist darauf hin, dass Depressionen eine ernstzunehmende Zivilisationskrankheit sind, von der weltweit etwa 10 % der Bevölkerung betroffen sind. Prognosen zufolge könnten sie darüber hinaus im Jahre 2020 das zweithäufigste Gesundheitsproblem auf der Welt darstellen. Allein in Deutschland leiden etwa 4 Millionen Deutsche an einer depressiven Störung – unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung und Situation.

Depressionen und Ernährung

Studien haben gezeigt, dass bestimmte Supplemente in der Lage sind, Depressionssymptome zu reduzieren. Neben Magnesium, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren hatte sich in der vergangenen Zeit auch immer wieder die positive Wirkung von Zink angedeutet. Eine Studie aus Polen hat nun ergeben, dass der Mikronährstoff eine weitaus wichtigere Rolle in der Behandlung von Depressionen spielen könnte, als bislang angenommen. Dr. Bernadeta Szewczyk von der neurobiologischen Abteilung am Institut für Pharmakologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften spricht sogar von einem bevorstehenden Durchbruch in der Depressionstherapie. In epidemiologischen Studien wies die Wissenschaftlerin erneut auf einen Zusammenhang von Zinkmangel und psychischen Störungen hin. Die tägliche Aufnahme der entsprechenden Menge an Zink kann demnach sowohl präventiv als auch therapeutisch wirken.
 
Warum Zink so wichtig ist

Zink gehört zu den wichtigsten Mikronährstoffen für den Körper und ist u. a. für das reibungslose Funktionieren des Immun- und Nervensystems verantwortlich. Es spielt eine wichtige Rolle für Wachstum und Entwicklung. Liegt ein Mangel an diesem wichtigen Spurenelement vor, kann es zu Hautveränderungen, Immunstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen kommen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Zink die Pharmakotherapie von Patienten mit einer behandlungsresistenten Depression unterstützen kann und in Kombination mit ausgewählten Antidepressiva eine positive Wirkung hat.

Die tägliche Zinkaufnahme wird nach Lebensalter bestimmt und beträgt bei Erwachsenen zwischen 10 und 15 mg und bei Kindern 10 mg. Säuglinge sollten 3 bis 5 mg Zink zu sich nehmen. Die wichtigsten Zinklieferanten sind Lebensmittel tierischen Ursprungs wie etwa Fleisch, Eier, Fisch und Austern. In geringeren Mengen ist Zink auch in Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Weizenkeimen, Kleie sowie Knoblauch und Zwiebeln enthalten.

Quelle: medicalpress.de – Bild: Yupik PR GmbH/ Laif 900 Balance

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