Pilzinfektionen


Die Sonne scheint und lockt mit ihren warmen Strahlen zum ausgiebigen Badespaß im Freibad ein. Doch leider zählen öffentliche Bäder zu den größten Verbreitungsstätten für Haut- und Nagelpilz. Was man tun kann, damit Pilzerkrankungen auch in den Sommermonaten keine Chance haben, erklärt pharmawelt.

Schlecht zu Fuß

Fuß- und Nagelpilz treten nicht nur in den Sommermonaten auf, werden aber spätestens jetzt zum sichtbaren Problem. Zwar beginnt nun die Zeit, in der unsere Laufwerkzeuge eigentlich „open air“ genießen sollten, doch viele Menschen tragen auch jetzt enges Schuhwerk, das weder luftdurchlässig noch atmungsaktiv ist. Kein Wunder, dass die Füße unter diesen Bedingungen schnell ins Schwitzen kommen. Das feucht-warme Milieu begünstigt die Entstehung von Fußpilz, der von Mensch zu Mensch übertragen wird und auf den häufig eine Nagelpilzinfektion folgt. Besonders an Orten, an denen viele Menschen barfuß unterwegs sind, wie etwa in Schwimmbädern oder Saunaanlagen, ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch. Dabei verlieren betroffene Personen Hautschüppchen, an denen sich Pilzsporen befinden. Kommt es zum Kontakt mit infiziertem Material, kann dies zu einer Pilzinfektion führen. Diese äußert sich durch Juckreiz und schuppige Hautstellen zwischen den Zehen. Um Fußpilz vorzubeugen ist es besonders wichtig, die Füße und Zehenzwischenräume trocken zu halten. Ist er einmal da, wird er Antimykotika wirksam behandelt.

Auch Kinder betroffen

Immer mehr Kinder zwischen 3 und 8 Jahren sind von Nagelpilz betroffen. Während dieser in Vergangenheit noch als „Erwachsenenkrankheit“ galt, berichten heute immer mehr Dermatologen von Kindern mit zum Teil stark ausgeprägten Nagelpilzinfektionen. Obwohl ihre Haut sich schneller regeneriert als die von Erwachsenen stecken auch sie sich häufig an, wenn ein anderes Familienmitglied bereits Fußpilz hat oder aber beim Tragen von Winterstiefeln in der kalten Jahreszeit. Hier liegt die Verantwortung bei den Eltern. Sie sollten dafür Sorge tragen, dass Kinderschuhe gut ausgelüftet werden und ihren Kindern die notwendigen Hygienemaßnahmen verdeutlichen.

Von Kopf bis Fuß

Hautpilze können alle Körperregionen befallen. Zu den häufigsten Infektionen zählen neben Fuß- und Nagelpilz auch Mund- und Genitalinfektionen sowie Hautausschläge. In einigen Fällen treten pilzartige Mikroorganismen auch auf der Kopfhaut auf. Die Pityriasis versicolor oder auch Kleienflechte ist eine Pilzinfektion der obersten Hautschicht und wird durch den Hefepilz Malassezia furfur ausgelöst. Feucht-warmes Klima, starkes Schwitzen oder ein geschwächtes Immunsystem – Bedingungen, wie sie im Sommer oft vorkommen – begünstigen seine Entstehung. Zwar ist die Dermatose ungefährlich und auch nicht ansteckend, für viele Betroffene jedoch ein ästhetisches Problem. Die typischen Flecken sind meist rund und weisen eine kleienförmige Schuppung auf. Sie treten oft im Brust- und Rückenbereich auf. Die Dermatose wird mit antimykotischen Pflegeprodukten und in schweren Fällen auch medikamentös behandelt.

Quelle: medicalpress.de – Foto: Hansaplast

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