Salz: Gefährlicher als Zucker?


Während die ganze Welt immer wieder über die schädlichen Auswirkungen von Zucker diskutiert, hat Salz als „schleichendes Gift“ einen ähnlichen Ruf, der offenbar von vielen Menschen unterschätzt wird: Allein im Jahr 2010 starben 2,3 Millionen Menschen an den Folgen eines überhöhten Salzkonsums.

Alles nur Geschmackssache?

Salz spielt eine wichtige Rolle für viele wichtige Körperfunktionen. Der Körper braucht es, um seinen Flüssigkeitshaushalt zu regulieren, denn ohne Salz würde der Mensch austrocknen. Doch statt der empfohlenen fünf bis sechs Gramm täglich geht man davon aus, dass die tatsächliche Kochsalzaufnahme bei vielen Menschen mindestens 40 % höher liegt. Wer aber nun glaubt, Chips, Fertigsaucen und Co. seien die Übeltäter, irrt: Etwa 1/3 des Salzes, das wir täglich zu uns nehmen, findet sich in Brot und Brötchen. Nur ca. 20 % der täglichen Salzaufnahme nehmen die meisten Deutschen durch eigenes Nachsalzen der Speisen zu sich.

Risikofaktor Bluthochdruck

Je mehr Salz im Körper ist, desto höher muss auch der verfügbare Flüssigkeitsanteil sein. Ein höherer Flüssigkeitsgehalt führt aber auch zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Dieser schädigt auf Dauer Organe wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn und die Nieren und gilt als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Jährlich sterben etwa 1,65 Millionen Menschen an den Folgen eines überhöhten Salzkonsums.

Wie kann man seinen Salzkonsum einschränken?

Generell stellt es eine Herausforderung dar, einen Überblick über den eigenen Salzverbrauch zu behalten, da viele Lebensmittel industriell weiterverarbeitet sind und sich in ihnen Salz versteckt. Wer anfangen möchte, sich salzärmer zu ernähren, sollte zuerst den Salzstreuer weglegen und Nachsalzen so oft es geht vermeiden. Geschmacklich muss er dabei fast keine Einbußen machen, denn es ist bewiesen, dass eine Salzreduzierung um ¼ von den meisten Menschen nicht einmal wahrgenommen wird. Wer frisch kocht, kann viel Salz einsparen. Bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln gilt es auf die Salzmenge zu achten. Zwar wird diese zumeist mit ihrer chemischen Bezeichnung Natriumchlorid angegeben, kann jedoch mal vier genommen in ihren Salzgehalt in Gramm umgerechnet werden.

Quelle: medicalpress.de – Bildquelle: © reinhard sester

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