Nur Schall und Rauch?: Was es mit der E-Zigarette auf sich hat


Etwa zwei Millionen Deutsche lassen neuerdings mit der sog. elektrischen Zigarette Dampf ab. Dabei werden Dampf und Nikotin inhaliert, die giftigen Zusätze des Tabakrauchs wie Teer, Kohlenmonoxid und Feinstaub aber nicht. Klingt nach einem gesünderen Gegenstück zum Glimmstängel. pharmawelt erklärt, was es mit der neuen E-Zigarette auf sich hat.

Vom Heil- zum Genussmittel

Interessant: Obwohl Tabakkonsum heute weltweit mit dem Slogan „Rauchen kann tödlich sein“ beworben wird, galt die Tabakpflanze Nicotiana ihrer Zeit als Heilkraut, das Magenbeschwerden, Schwindsucht und Syphilis heilen sollte. Erst im 17. Jahrhundert änderte sich das und Konsumenten dieses Genussmittels wurden im schlimmsten Fall sogar mit dem Tod bestraft. Welche gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten waren, standen lange Zeit im Nebel. Erst um 1850 wurden erste Untersuchungen durchgeführt, die die Schattenseiten des Tabakkonsums zutage förderten und Rauchen als Ursache für viele Krankheiten erkannten. Doch auch heutzutage gilt Rauchen als angesagt. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen tragen dabei maßgeblich zum coolen Image des Glimmstängels bei, weshalb die Zahl minderjähriger Raucher seit Jahren immer weiter ansteigt.

Rauchen ohne Risiko

Eine dramatische Entwicklung, die förmlich nach einer gesunden Alternative schreit. Doch ob sie mit der elektrischen Zigarette gefunden ist, bleibt abzuwarten. 2003 entwickelte der Chinese Hon Lik die heutige Version der E-Zigarette, die auf dem Verdampferprinzip beruht. Die Idee einer tabak- und rauchfreien Zigarette gab es aber schon 40 Jahre früher, wurde jedoch nie umgesetzt.

Auf dem richtigen Dampfer?

Im Gegensatz zur Verbrennungszigarette wird bei der elektrischen Zigarette nicht geraucht, sondern vielmehr gedampft. Sie setzt sich aus Akku, Verdampfer, Heizspirale sowie dem Behälter für die entsprechenden Liquids zusammen. Der „Dampfer“ inhaliert nicht die vielen z. T. krebserregenden Zusatzstoffe, die in einer gewöhnlichen Zigarette stecken. Auch für die Umgebung sind die Auswirkungen harmloser, da die Partikel im Zigarettenrauch sich in der Luft ablagern, während sich die Teilchen im ausgeatmeten Dampf der E-Zigarette nach einiger Zeit auflösen.

Nebulöse Zukunft

Trotzdem hat die Europäische Kommission den Vertrieb und Verkauf der E-Zigarette beschränkt. Tatsächlich haben toxikologische Untersuchungen auch in ihnen eine Anzahl an krebserregenden Inhaltstoffen ergeben. Doch Befürworter sehen die Ursache dieser Maßnahmen jedoch eher in den großen Pharma- und Tabak-Unternehmen, die sich bedroht fühlen.

Quelle: medicalpress.de – Artikelbild: Wikipedia, Horsten

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