Schöne und gesunde Sommerfüße


Wenn es draußen schöner wird, haben unsere Füße wieder „freie Laufbahn“: Vorbei ist die Zeit, als sie in dicken Wollsocken und warmen Winterstiefeln unbeobachtet durch den Winter gingen. Damit sie in Sandalen eine gute Figur machen, müssen verfärbte Zehennägel, unangenehmer Geruch und verhornte Haut jetzt beseitigt werden. Im Experteninterview geben  Dr. Dr. Gerald Rehor, Facharzt für Dermatologie an der Universitätsklinik in Freiburg i. Br. und Tatjana Pfersich, Podologin aus Reutlingen, Tipps, wie man mit der richtigen Pflege gut zu Fuß durch den Sommer kommt.

Unsere Füße leisten „Schweißarbeit“

Denn in den Fußsohlen befinden sich mit etwa 600 pro Quadratzentimeter die meisten der menschlichen Schweißdrüsen. Sie regulieren mit der Schweißproduktion die Körpertemperatur. Doch durch Sport, körperliche Anstrengung, heiße Temperaturen und luftundurchlässige Schuhe beginnen sie übermäßig zu schwitzen. In der feuchten Umgebung können sich Mykosen einfacher ausbreiten und auch Blasen, Verhornungen und Hühneraugen können schnell entstehen. Sehr wichtig ist es daher, die Füße möglichst trocken zu halten. „Bevorzugen Sie atmungsaktive Schuhe und Strümpfe, um unnötiger Schweißbildung vorzubeugen“, rät Dr. Dr. Rehor.

Unter Druck

„Blasen entstehen durch Friktion“, erklärt Tatjana Pfersich. Denn wenn die Haut über einen längeren Zeitraum gereizt wird, entsteht an dieser Stelle eine Verletzung. Der Körper produziert Lymphflüssigkeit, um die Wunde von Bakterien und Keimen zu säubern. Wenn die Füße dann aber weiterhin belastet werden, reibt sich die oberste Hautschicht ab. Die Lymphflüssigkeit schließt sich dann in einer Blase ein. Wenn eine Blase entstanden ist, sollte sie auf keinen Fall geöffnet werden, um eine Infektion zu vermeiden. „Gegen die Schmerzen helfen in der Regel Blasenpflaster aus der Apotheke“, rät Tatjana Pfersich.  Diabetiker sollten jedoch keine Blasenpflaster verwenden, sondern einen Arzt aufsuchen. Um die Entstehung von Hühneraugen zu verhindern, kann man spezielle Geleinlagen verwenden, die vor Reibung schützen. Spezielle Hühneraugenpflaster, die Salicylsäure beinhalten, lösen die Verhornung schonend auf. „Hornhaut kann mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile bearbeitet werden. Sollte sie jedoch zu dick und zu rissig sein, hilft ein Besuch beim Podologen“, so die Expertin.

Wenn es unangenehm riecht & Pilzinfektionen

Tatjana Pfersich: Bei unangenehmen Geruch und schwitzenden Füßen eignen sich kühle Eichenrindebäder. Es gibt außerdem im Handel spezielle desodorierende Cremes, die die Schweißproduktion reduzieren. Es sollten außerdem Baumwollstrümpfe und Lederschuhe getragen werden.

Verfärbungen der Zehennägel können verschiedene Ursachen haben. Es können z. B. eine Folge von Durchblutungsstörungen sein, von Diabetes mellitus, Nebenwirkungen von Medikamenten und Lacken oder sehr häufig auch Pilzinfektionen. „Verfärbte Zehennägel können ein Hinweis auf Nagelpilz sein“, erklärt Dr. Dr. Rehor. Häufig geht diesem eine Fußpilzinfektion voraus, die nicht behandelt wurde. Nagelpilz heilt nicht von selbst wieder ab. Wird er nicht wirksam behandelt, droht die vollständige Zerstörung des Nagels. Aus diesem Grund sollte man in diesem Fall einen Arzt aufsuchen. „Allerdings kann die Behandlung selbst dann mit einem geeigneten Antimykotikum zu Hause erfolgen“, beruhigt Dr. Dr. Rehor. Antimykotika enthalten Wirkstoffe, die die Pilze gezielt abtöten bzw. ihr Wachstum hemmen.

Tatjana Pfersich erklärt, dass Fußpilz drei verschiedene Erscheinungsformen hat:

  • Erscheinungsform: eine schuppige Hornhautbildung im Fersenbereich.
  • Erscheinungsform: rote Pustelbildung, die manchmal auch mit gelblichem Sekret gefüllt sein kann und an der ganzen Sohle vorkommt.
  • Erscheinungsform: weißliche aufgequollene (mazerierte) juckende Haut zwischen den Zehen.

Da man selbst den Fußpilz oft nicht erkennen kann, ist es wichtig, zum Arzt zu gehen. Die eigentliche Behandlung liegt dann beim Patienten selbst, indem er regelmäßig die Stellen mit einer speziellen Salbe gegen Fußpilz behandelt.

Mehr Tipps und Informationen findet ihr auch in diesem Beitrag.

Quelle: medicalpress.de – Artikelbild: Allpresan

 

5 Antworten zu “Schöne und gesunde Sommerfüße

  1. Mein Tipp für schöne Sommerfüsse ist Bananen Fußbalm. Zuerst die Füße in einem Fußbad einweichen, am besten für trockene Füße (bekommt man bei DM), dann mit einem Bimsstein die Füße glätten und dann mit dem Bananen Fußbalm einmassieren. Man erhält einen tollen Glanz und es ist nichts mehr von diesen hässlichen, rissigen Stellen zu sehen. Nägel noch hübsch lackieren und ab in die Flip Flops.

    • Ich habe das nun mal probiert mit dem Bananen Fußbalm, vielen dank für den tollen Tipp. Ich hatte starke Hornhaut und teilweise auch schon Risse an den Füßen, was auch ziemlich schmerzhaft war. Wahrscheinlich durch meinen Job, ich stehe bis zu 12 Std. täglich auf den Beinen. Habe das Balm über mehrere Wochen, immer Nachts, mit dicken Socken wirken lassen und regelmäßig Fußbäder gemacht. Ich kann es kaum fassen, aber es ist deutlich weniger geworden und tut auch nicht mehr so weh. Die rissigen Stellen sind auch abgeheilt. Ich bin richtig begeistert.

  2. Lieben Dank für den gelungenen Artikel und die guten Tipps. Vom Bananen Fußbalsam habe ich auch noch nichts gehört, obwohl ich habe schon einiges ausprobiert habe, da ich große Probleme mit Schweißfüßen hab.
    Beim WDR habe ich letztens einen spannenden Bericht zum Thema Schweißfüße gesehen:
    http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/haushaltscheck/sendungen/schuhe130.html
    Hier war der Testsieger gegen Schweißfüße die Einlegesohlen von Zederna aus Zedernholz. Klingt auch vielversprechend.

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