Allergien & Heuschnupfen


Während sich die meisten Menschen nach dem langen, kalten Winter nichts sehnlicher als den Frühling und die ersten warmen Sonnenstrahlen wünschen, graut es Allergikern vor dem Frühjahr. Denn gerade dann beginnt die Pollensaison – und damit die Zeit der geschwollenen Augen, verstopften Nasen und der Kopfschmerzen. Diese Woche sind Allergien und Heuschnupfen Hauptthema in Pharmawelt.

Die Allergene, auf die der Körper von Pollenallergikern eine übersteigerte Abwehrreaktion zeigt, sind Pollen verschiedener Pflanzen: Das können Bäume, Sträucher, Gräser, aber auch Getreidesorten, Kräuter oder in seltenen Fällen sogar Blumen sein. Pollen sind sogenannte Inhalationsallergene, da sie durch die Atmung aufgenommen werden. Sie lösen bei den Betroffenen Niesreiz, Schnupfen, Rhinitis, Husten oder Bronchitis, Juckreiz oder Ausschlag, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen aus. In schlimmen Fällen kann es sogar zu akuter Atemnot, Asthma, Neurodermitis oder Migräne kommen.

Pollensaison

Auch wenn im Frühjahr die meisten Pollen „fliegen“, so ist eigentlich doch das ganz Jahr über Pollensaison – denn schon ab Dezember beginnen Frühblüher wie Erle und Hasel, ihre Pollen zu verteilen.

Im Februar/März kommen die Mittelblüher, zum Beispiel Birke oder Rotbuche, hinzu. Gräser und Getreide gehören zu den Sommerblühern, die ihre Pollen von April bis teilweise Herbst hinein streuen. Schließlich folgen die Spätblüher wie Brennnessel oder Beifuß, die von Juni bis November aktiv sind. Und dann beginnt der Pollenkalender schon wieder von vorne.

Die Pollenbelastung mit einfachen Maßnahmen verringern

In Großstädten leiden Pollenallergiker vor allem in den Abendstunden unter den hohen Konzentrationen, auf dem Land ist die Pollenbelastung dagegen tagsüber am höchsten. Heuschnupfen-Geplagten können folgende Tipps helfen, ihre persönliche Pollensaison etwas einfacher durchzustehen:

  • Aufenthalte im Freien wie Spaziergänge oder Spot der Pollenbelastung anpassen. Optimal sind Spaziergänge direkt nach Regenschauern. Am besten informiert man sich über die aktuelle lokale Pollenkonzentration beim Deutschen Wetterdienst, inzwischen auch als App verfügbar.
  • Als Urlaubsziele empfehlen sich Destinationen am Meer oder in den Bergen, denn hier ist die Pollenbelastung generell sehr niedrig.
  • Duschen und Haare waschen am besten vor dem Schlafengehen – so werden die Pollen, die sich tagsüber vor allem in den Haaren festgesetzt haben, beseitigt und gelangen nicht ins Bett. Die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren.
  • Wäsche nicht im Freien trocknen.
  • Im Auto die Fenster geschlossen halten und einen Pollenfilter einbauen lassen. Pollenfilter gibt es zum Beispiel auch für Staubsauger. Besser ist es allerdings, Fliesen und Bodenbeläge häufiger nass zu wischen, da dann die Pollen nicht aufgewirbelt werden.
  • Aufgrund von Kreuzreaktionen können auch durch bestimmte Lebensmittel allergische Reaktionen ausgelöst werden. So reagieren Birkenallergiker häufig auf Äpfel und Kirschen, Karotten, Sellerie, Tomaten sowie Kiwi oder Beifuß-Allergiker bei Sellerie und Gewürzen. Gräser-Allergiker sollten sich bei Tomaten und Kiwi in Acht nehmen.

Quelle: medicalpress.de – Artikelbild: Henry Schmitt – Fotolia

 

 

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