Amerikanische Apotheke – Teil 2


Heute berichte ich weiter über unsere Kalifornien Rundreise. Letzte Woche habe ich euch über Los Angeles erzählt und ihre Volksmedizin.

Bevor wir L.A. verlassen haben, habe ich noch eine Apotheke dort besucht. Dieses Mal handelte es sich um eine konventiolle Apotheke. Allgemein sind die amerikanischen Apotheken (drugstores), im Gegensatz zu europäischen, ein Kaufhaus, in dem man verschiedene Waren kaufen kann. Das kenne ich von meinen Reisen, aber es erstaunt mich immer wieder. Ich halte mich für einen modernen Mensch, aber ich finde, z.B. Fotos entwickeln, gehört nicht in die Apotheke.

Die Apotheke, die ich besucht habe, gehört zu der bekanntesten Kaufhauskette Rite Aid Pharmacy, deren Geschäfte überall in der Stadt zu finden sind. Das Geschäft war gross und die Aufteilung hat stark an einen Supermarkt erinnert, mit Fluren und Regalen, wo man nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, wie Aspirin und Hustensaft, kaufen kann. Für stärkere Medikamente oder Antibiotika muss man in der Abteilung „prescriptions“ das Rezept eines ortsansässigen Arztes vorweisen. Im Eingang bezahlt man an der Kasse, auch genau wie im Supermarkt.

Die Rite Aid Apotheke in L.A., Broadway S.

In dieser Apotheke habe ich Sonnencreme gekauft. Ich wusste, das Kalifornien ein warmes Wetter hat, aber ich habe nicht mit so viel Sonne und Temperaturen unter dem Tag über 20ºC im Dezember gerechnet. Weil ich die Marken nicht kannte, habe ich mich am Ende für die Marke des Hauses entschieden, die Sonnencreme der Linie „Renewal“. Und allegemein, bekannte Marken aus Europa habe ich nicht so viel gesehen, oder besser gesagt, ich habe viele bekannte Marken gesehen, die man bei uns eher im Drogeriemarkt findet, wie L’Oréal usw. Als exclusive Apothekenkosmetikmarke ist mir nur Eucerin aufgefallen.

Die Renewal Sonnencreme mit SPF 30 hat uns vor der starken Sonne in L.A. gut geschützt.

Endlich haben wir L.A. richtung San Francisco verlassen. Wir sind über die Interstate 5 gefahren. Es war interessant zu sehen, wie riesig Amerika ist, hier nehmen die Felder kein Ende, fast die ganze Route war unbewohnt, nur riesige Bauernhöfe allein in der Mitte des Landes. In einem kurzen Stop bei einem Geschäft der Walmart Kette (eine Supermärkte Kette sehr populär in U.S.A) habe ich auch neben der Kasse eine kleine „Apotheken Abteilung“ entdeckt. Das war schon ein bisschen zu viel für mein „Apotheker-Herz“. Allergiemittel, Abführmittel, Hustensaft und ähnliches lagen einfach in einem Regal zwischen der Klatschpresse und Sandwichbrot. Einige Packungen waren ausser Platz und das ganze Bild dieser „Apotheken Abteilung“ war einfach ein bisschen chaotisch. Ich möchte gerne denken, dass diese Zukunft für die Selbstmedikation in Europa nicht so nah ist. Aber ich bin vielleicht auf dem Gebiet zu optimistisch.

Kleine „Apotheke-Abteilung“ in der Nähe der Kasse, in einem Supermarkt.

Die Stadt San Francisco liegt am Nordende einer 50-km- langen Halbinsel zwischen dem Pazifischen Ozean und der San Francisco Bay. San Francisco hat circa 809.000 Einwohner, wobei jedoch die gesamte Metropole an der Bucht mit neun Gemeinden die sechs Millionen Grenze überschreitet. Sie gilt als eine der schönsten Städte Amerikas und eine der europäischsten Metropolen des Landes, mit der bekannten Golden Gate Bridge, den steilen Hügeln, den reizenden viktorianischen Häusern, und der bunten Menschenmenge. Was mich in San Francisco besonders gefreut hat, ist die Entdeckung der Kette Whole Foods Market. San Francisco wurde in den späten 60ern zum Zentrum der Hippie-Bewegung und Gegenkultur. Dies hat zu den liberalen Ansichten geführt, für die die Stadt heute noch berühmt ist. Aus der Hippie-Bewegung hat San Francisco sich heute an die Spitze der neuen Öko-Welle in den USA gesetzt. Nachhaltige Wirtschaft, Recycling von Abfällen, Bio-Produkte… Alle diese Konzepte konnten wir nur in den Whole Foods Market von San Francisco sehen. In diesen Supermärkte kann man bewusst Bio-Produkte aus aller Welt einkaufen. Auch Naturkosmetik war dort zu finden. Ich habe „Fair Trade“ Marken wie Allafia oder Everyday Shea gesehen, und auch zwei bekannte Naturkosmetik Marken bei uns, Weleda und Dr. Hauschka. Ich habe eine Lippenpflege von Burt’s Bees gekauft. Diese amerikanische naturnahe Kosmetikmarke stellt ihre Produkte aus Bienenwachs in North Carolina her. Seit 2010 sind ihre Pflegeprodukte auch in Europa zu finden. Dieser natürliche Lippenbalsam auf der Basis von süßem, reizlinderndem Honig hat meine Lippen gut versorgt. Neben Bienenwachs, enthält die Formulierung  Karité-Butter, Mandelöl, Kakaobutter und Lanolin.

Blick von San Francisco aus Nob Hill.

Die viktorianischen Häuser in Alamo Square.

Der Whole Foods Market handelt mit Fair Traide- und Bioprodukte.

Mein Einkauf in der Naturkosmetik Abteilung der Whole Foods Market: Burt’s Bees Lippenpflege.

Und das wars über die amerikanische Apotheke und die Naturkosmetik in U.S.A. Zum Schluss erzähle ich euch noch über die letzten Stops unserer Reise.

Als nächstes sind wir in den Yosemite National Park gefahren. Die ganze Route im Auto war landschaftlich wunderschön. Der Park ist auch sehenswert. Im Jahr 1984 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Mammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind.

Der Yosemite National Park.

Nach unserem Besuch in Yosemite sind wir weiter nach Las Vegas gefahren. Das war unsere längste und somit schwerigsten Fahrt, fast 9 Stunden nur durch die Wüste. Es muss extrem hart sein dort in der Mitte der Wüste zu leben. Es gibt nur schwere Industrie und Vegas als Tourismous Atraktion. Die meisten Dörfer in der Wüste erinnern an die Dritte Welt. Die Leute leben im Wahrsten Sinne des Wortes in Baracken und Wohnwagen. Las Vegas ist einfach eine verrückte Stadt, nur Show und ein Ort wo das Geld ordentlich ausgegeben wird, vor allem in den Casinos und den schicken Geschäften. Die Gebäude sind unglaublich groß und viele sind inspiriert nach Europas Städte. Aber uns hat es sehr gut gefallen, weil es so krass anders ist. Das kann man nur hier sehen. Las Vegas entäuscht nicht, es gibt dir, was es vespricht.

Mirage Hotel in Las Vegas.

Nach Las Vegas haben wir den Gran Canyon besucht. Er ist einfach ein Wunder der Natur, atemberaubend. Leider ist das ganze geschlossen und nur mit einem Bus zugänglich. 70$ pro Nase um den Gran Canyon zu besuchen und das tipysche Foto zu machen, haben wir als richtige Abzocke empfunden.

Der atemberaubende Gran Canyon.

Von Gran Canyon sind wir über die bekannte Route 66 gefahren. Diese Route galt ab 1926, als eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur US-amerikanischen Westküste. Heute sind die verbliebenen Teilstücke der einst 2.448 Meilen (3.939,67 Kilometer) langen Strecke von Chicago (Illinois) nach Santa Monica (Kalifornien), auch Mother Road oder America’s Mainstreet genannt, ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker. Wir haben in Kingman übernachtet, eine historische kleine Stadt an der Route 66. Dort waren die Menschen sehr gastfreundlich, die Stadt hat mich an Radiator Springs in dem Movie Cars erinnert. In Kingman haben wir ein Steakhouse besucht, wo wir die besten Steaks und Burger unseres Lebens gegessen haben, einfach unglaublich.

Kingman, historische Stadt auf der Route 66.

Von Kingman sind wir züruck nach L.A. auch über die Route 66 gefahren. Aus L.A. sind wir nach Deutschland züruckgeflogen.

Wart ihr auch in diesen Städten?. Was denkt ihr über diese Art Apothekenketten in U.S.A?.

Fotos und Text: Pharmawelt

Quellen:

  • Auszug aus „San Francisco Chaperon“, Deutsche Ausgabe 2013-2014
  • Auszug aus einem Text von Kay Dohnke basiert auf dem MERIANlive-Reiseführer „San Francisco“.
  • Wikipedia

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