Three little chefs enjoying in the kitchen making big mess. Litt

Gesundes Essen für Kinder


Nächsten Sonntag 29. September findet der Weltherztag statt und regt zu Aufklärungskampagnen an, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einem Schlaganfall vorzubeugen. Eine Studie in Brasilien, Indien, Großbritannien und USA zeigt, dass viele Menschen glauben, Vorbeugung vor Herzinfarkt und Schlaganfall muss erst ab einem Alter von 30 Jahren begonnen werden. Dieses gaben fast 50 Prozent von insgesamt 4.000 in dieser Studie Befragten an. Aber Tatsache ist, dass die  Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter können sich bereits  in der Kindheit ankündigen. Wer früh einen gesunden Lebensstil pflegt,  verringert das Risiko im Alter am Herzen zu erkranken. Bereits in der  Schwangerschaft können Frauen etwas für die spätere Gesundheit Ihrer  Kinder tun. Aber das zu schaffen, wird es immer komplizierter: Zeitdruck, zwei berufstätige Eltern, die Vereinbarkeit von Beruf und  Familie ist schwierig. Das verhindert z.B., dass Familien gemeinsam  kochen und essen. Das fängt am Morgen beim Vorbereiten des Pausenbrotes  an und hört beim Abendessen auf. Dabei ist eine ausgewogene und gute  Ernährung entscheidend und kann das Risiko für  Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Kinder essen das, was ihnen schmeckt. Für sie ist Essen mehr als Ernährung, denn im Kindesalter spielen die Sinne eine große Rolle bei der Nahrungsaufnahme. Das fängt damit an, dass die Kleinsten gerne in ihrem Brei herumpantschen, Kindergartenkinder auf bunt angerichtete Teller stehen und die Teenager am liebsten in Grüppchen in Fastfood-Restaurants anzutreffen sind. Doch die Verwirrung der Eltern wird immer größer – worauf ist zu achten?. Was brauchen Kinder?.

Was sollten Kinder essen?

Kinder benötigen für ihre körperliche und geistige Entwicklung eine optimale Versorgung mit allen Nährstoffen und damit ein vielseitiges und abwechslungsreiches Angebot an vollwertigen Lebensmitteln. Bei der Speisenplanung von Kindern helfen diese drei Grundsätze der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Grundsatz Lebensmittel Erläuterung
reichlich energiefreie und -arme Getränke, Obst, Gemüse, Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln Diese Lebensmittel bilden die Basis einer ausgewogenen Ernährung und liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, aber wenig Fett und Energie.
mäßig, aber regelmäßig Milch/-produkte, Fleisch, Fisch, Wurst, Eier Diese Lebensmittel liefern hochwertiges Eiweiß und Mineralstoffe wie Calcium, Jod, Eisen und Zink.
sparsam genießen Fette und Öle, fettreiche Snacks, Süßigkeiten, süße Speisen und Getränke Diese Lebensmittel sollten sparsam verwendet und die Fette und Öle zudem gut ausgewählt werden.
Übergewicht: Gründe & Prävention

In Deutschland sind 9% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig, 6% sind bereits adipös. Die Ursachen hierfür liegen im übermäßigen Verzehr von Fertigprodukten, Fastfood und Süßigkeiten sowie zuckerhaltigen Getränken. Hinzu kommt ein Mangel an Bewegung und Sport. Eine frühe und nachhaltige Prävention für Adipositas ist von großer Bedeutung, um die Kosten ernährungsbedingter Folgekrankheiten gering zu halten. „Die beste und billigste Prävention von Übergewicht und Adipositas ist nach wie vor das Stillen von Säuglingen“, erklärt Prof. Michael Lentze, Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Bonn und Leiter des FKE. Weiterhin bemüht sich die BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) schon in Kitas Aufklärungsunterricht über die beste Lebensmittelauswahl zu geben. Erzieherinnen und Kinderärzte werden für Ernährungsthemen sensibilisiert und geschult, um die Kinder Spaß an gesundem Essen zu lehren.

In der Ernährungserziehung von Kindern müssen besonders der geringe Gemüseverzehr und der hohe Zuckerverzehr (auch durch gesüßte Getränke) verbessert werden. Aber gerade bei Gemüse tun sich Kinder oft schwer. Dafür ein paar Tipps:

  • Oft mögen Kinder Gemüse roh. Ein Dipp dazu gefällig?: Rezept Quark-Tomaten-Dip
  • Tolle Namen für´s Gemüse! “Spidy-Paprika” werden Ihre Kinder lieber essen als normale.
  • Gemüse verstecken: Versuchen  Sie Gemüse in Gerichte einzuarbeiten, die Ihre Kinder mögen. Einfach  mal die Lieblingsbolognesesauce mit Gemüse ergänzen.
  • Je kleiner Sie das Gemüse schneiden, um so weniger fällt es auf.
  • Kochen Sie mit Ihren Kindern gemeinsam: Oft  mögen Kinder Gesundes, wenn man sie beim Kochen miteinbezieht. Wenn Sie  Angst haben, dass ihr Kind sich dabei verbrennt, fangen Sie doch  einfach mit dem Backen eines Brotes an und lassen Sie das Kind den Teig  kneten.
  • Süßes in Maßen: Keinesfalls sollte man auf Süßes gänzlich verzichten. Folgendes Rezept zeigt, dass Süßes auch gesund sein kann: Rezept Aprikosenpizza mit Vanilleeis

Schon lange ist bekannt, dass eine gute  Ernährung die Lern- und Konzentrationsfähigkeit von Kindern positiv  beeinflussen kann. Dennoch wird im Schulalter oft zu wenig auf eine  entsprechende Verpflegung geachtet. Der Zeitdruck fängt schon am Morgen an. Schnell wird den Kindern noch  Geld mitgegeben, um sich etwas beim Bäcker zu holen. Meist versorgen  die sich dann mit süßen Teilchen, also leeren Kalorien, die wenig  Energie geben. Zuckerhaltige Getränke komplettieren diese Fehlernährung. Zahlreiche Tipps zur optimalen  Zubereitung von Pausenbroten und Informationen zu den gesundheitlichen  Hintergründen einer guten Pausenernährung hat die Deutsche Herzstiftung  kompakt und übersichtlich zusammengefasst hier.

Mehr Informationen für eine gesunde Ernährung für Kinder und mehr Beweglichkeit findet ihr in http://www.skippinghearts.de/

Quellen:

  • medicalpress.de
  • Tabelle: „in form“ – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung
  • Deutsche Herzstiftung

Artikelbild: © gyso4ka – Fotolia.com

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