Pflegetipps bei unreiner Haut


Wir bleiben diese Woche mit dem Thema unreine Haut, wir werden ihre Ursachen und die Therapie Möglichkeiten klären und praktische Tipps liefern. Wenn man denkt an unreine Haut, wahrscheinlich ist das erste Gedanke das Wort Akne. Der Name der Krankheit weist auf das griechische Wort akme hin, welches Spitze oder Blüte bedeutet. Zu Recht, denn bei Akne blüht das Gesicht geradezu auf. Sie zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen. Prinzipiell kann sie in jedem Lebensalter auftreten. Vorrangig sind Jugendliche in der Pubertät betroffen, aber auch bei Erwachsenen kommt Akne noch vor.

Akne bei Jugendlichen

Mit der Pubertät wird die Hormonproduktion erhöht: Bei Jungen überwiegen Androgene, bei Mädchen Östrogene. In dieser Zeit der Veränderungen ändert sich die Physiologie – und eben auch das Hautbild. Dabei haben nur wenige Teenager das Glück, mit einer relativ reinen Haut mit wenigen Pickelchen gesegnet zu sein – die meisten leiden unter fettiger, trockener oder höchst empfindlicher Haut mit Rötungen, Pickeln und Mitessern. In besonders gravierenden Fällen entsteht eine Akne. So schwach der Trost für Teenies auch sein mag: Im Normalfall beruhigt sich die Haut nach der Pubertät wieder, wird ebenmäßiger und unempfindlicher. Bis es soweit ist, kann man jedoch einiges tun, um sie zu unterstützen und nicht noch mehr zu belasten.

Akne bei Erwachsene (Akne tarda)

Eine in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet Akneform ist die Akne tarda (lat.: tarda = langsam). Von dieser Spätakne scheinen besonders Frauen ab 30 Jahren betroffen zu sein, die durch Mehrfachbelastung (Beruf, Kinder, Haushalt) unter starkem Leistungsdruck stehen. Durch eine stressinduzierte Aktivierung der Nebennierenrinde werden verstärkt Androgene ausgeschüttet, welche die Talgdrüsenaktivität ankurbeln. Gekennzeichnet ist diese Akneform durch nur wenige, stark ausgeprägte Hautveränderungen an Kinn-, Wangen- und Halsbereich.

1. Tipp: Die richtige Hygiene und die richtige Pflege

Oftmals werden die plötzlich auftretenden Hautunreinheiten automatisch mit mangelnder Hygiene assoziiert. Da im Teenageralter meist auch das Hygienebewusstsein wächst, reinigen sich Jugendliche folglich besonders gründlich, duschen häufiger und verbrauchen eine große Menge an Waschgels, Cremes und Lotionen, um die Hautunreinheiten zu bekämpfen – was jedoch genau das Gegenteil bewirkt. Durch extreme Reinigung wird die Haut überfordert und strapaziert, die Talgdrüsen steigern ihre Produktion, um den angegriffenen schützenden Hydrolipidfilm, ohne den die Haut anfällig für Keime und Irritationen ist, wiederherzustellen.

Die Haut sollte täglich mit lauwarmem Wasser und einer mild desinfizierenden Seife oder Waschlotionen gereinigt werden. Auf parfümierte oder Alkohol enthaltende Produkte sollte besser verzichtet werden. Sanft mit einem Waschlappen abnehmen – nicht rubbeln! So wird der Fettglanz der Haut beseitig, ohne die natürlichen Schutzschichten anzugreifen. Als Pflege benötigt die unreine Haut Cremes mit einer antibakteriellen Wirkung aber die gleichzeitig sanft zur Haut sind. Als Beispiel dazu nenne ich die neue Linie frei® Clear Balance, die das individuelle Gleichgewicht der Haut wieder herstellt.

2. Tipp: Pickel nicht ausdrücken

So schwer es auch fällt: Das führt nur zu Entzündungen, die das Hautbild eher noch verschlimmern. Drückt man Pickel und Mitesser aus, wird der angesammelte Talg meist in noch tiefere Hautschichten gedrückt, die Bakterien werden verteilt. Höchstens nach einem Dampfbad können mit in Kosmetiktüchern umwickelten Fingern ganz vorsichtig offene Pickel ausgedrückt werden. Besser regelmäßig zum Facharzt oder zur geschulten Kosmetikerin gehen und die Problemstellen von den Profis behandeln lassen.

3. Tipp: Make-up richtig benutzen und abschminken

Wenn der morgendliche Blick in den Spiegel für Frust sorgt, ist bei jeder Frau oder Teenie-Mädchen die logische Konsequenz der Griff zum abdeckenden Make-up, um die Hautunreinheiten einfach unter einer dicken Schicht Schminke zu verstecken. Oberflächlich scheint das Problem gelöst: Der Teint wirkt ebenmäßig, die lästigen Rötungen sind verschwunden. Doch da die Haut unter der abdeckenden Foundation nicht richtig atmen kann, werden Hautunreinheiten eher gefördert anstatt beseitigt. Lieber keine dicke Make-up-Schicht aufgetragen werden, sondern bestenfalls ein loser Puder aus mineralischen Pigmenten. Auch wenn es anfangs Überwindung kostet – langfristig ist sparsames Make-up in jedem Fall die bessere Lösung. Besonders wichtig: Abends muss das Gesicht auf jeden Fall gründlich von Make-up gereinigt werden.

4. Tipp: was tun bei Entzündungen

Ist die Haut einmal entzündet, helfen möglicherweise beruhigende Kamillendampfbäder oder Masken mit Heilerde. Mit ihrer natürlichen und effektiven Wirkung sind Masken mit Heilerde bei Akne und Hautunreinheiten das Mittel erster Wahl (z.B. von Luvos). Beim Durchtrocknen entfaltet die aufgetragene Maske ihre vollen Kräfte indem sie sanft überschüssigen Talg und Schadstoffe bindet und die Haut porentief von Unreinheiten, Bakterien und Schadstoffen befreit. Der Zellstoffwechsel wird anregt und so die Haut intensiver mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Heilerde-Maske wirkt zudem entzündungslindernd.

Für die Anwendung das Heilerde-Pulver mit kaltem Wasser zu einer salbenartigen Paste anrühren und diese aufstreichen (Verhältnis Heilerde zu Wasser: ca. 3 zu 1). Wenn die Heilerde durchgetrocknet ist, wird die Maske mit lauwarmem Wasser abgespült oder zum intensiven Peeling mit einem Tuch abgerubbelt. Die Heilerde wird zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet bzw. immer dann, wenn die Haut wieder glänzt. Foto: Luvos

5. Tipp: Darauf sollten Akne-Betroffene verzichten

Fetthaltige Cremes: Sie wirken sich eher negativ bei Akne aus, denn sie verstopfen die Poren noch zusätzlich, so dass sich die Bakterien dort ungehindert vermehren können. Eine sehr interessante und nützliche Liste von Komedogene (sie können die Bildung von Mitessern hervorrufen) Substanzen in  Kosmetika findet ihr hier. Die Packung und INCI genau angucken und wenn eine dieser Substanzen dabei sind, lieber Finger weg.

Rauchen: Nikotin kann die Entstehung von Akne fördern.

Ungesunde Ernährung: Betroffene sollten sich und ihr Essverhalten genau beobachten. So können sie herausfinden, ob ihre Haut auf bestimmte Lebensmittel negativ reagiert. Bei Akne sagt man dies beispielsweise manchen Kohlehydraten, Milchprodukten und natürlich Zucker nach. Klar ist, dass eine gesunde und entspannte Lebensweise sich positiv auf die Haut auswirkt.

Sonne: Allgemein gilt: Beim Sonnen und Akne hat UV-Schutz oberste Priorität – und das nicht nur am Strand oder auf der Skipiste!. Manche Akne-Medikamente können sogar eine höhere Lichtempfindlichkeit zur Folge haben, wodurch die Haut noch höheren Schutz benötigt.

Bei Akne sollte auf jeden Fall ein Dermatologe aufgesucht werden, der, wenn nötig, eine Ausreinigung und Desinfektion durchführen kann. Gegen unerwünschte Narbenbildung gibt es viele Präparate und Peeling-Verfahren.

Gut meine Lieben, Morgen beschäftige ich mich weiter mit den medikamentösen Therapie Optionen. Das Thema ist so umfangsreich, dass ich es in zwei Beiträge aufteilen muss. Hat Jemand von euch eine unreine Haut?. Welche Pflegeprodukte benutzt ihr?. Was könntet ihr andere Akne Betroffene empfehlen?.

Quellen: beautypress.de; Heilerde-Gesellschaft Luvos Just GmbH & Co. KG; PTA Das Magazin, Ausgabe 01/2008. Headphoto: Nivea.

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