Zeigt schöne Zähne!


Foto: © chagin – Fotolia.com

Die Zeiten, in denen Zähneputzen als lästiges Muss im Kampf gegen Karies und Parodontose galt, sind vorbei. Längst werden Zähne nicht mehr nur von medizinischer, sondern auch von kosmetischer Seite aus betrachtet. Mundhygiene hat einen hohen Stellenwert. Insgesamt geben die Deutschen rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr für die Mundpflege aus. In der Rangfolge der Körperpflegemittel liegen diese Produkte damit an dritter Stelle, nach Haut- und Haarpflegemitteln, jedoch noch vor dekorativer Kosmetik. Damit ist klar: Das Thema Mundhygiene hat mittlerweile einen sehr wichtigen Platz in den täglichen Pflegeritualen eingenommen, sowohl in Bezug auf den gesundheitlichen, als auch auf den kosmetischen Aspekt. Jeder von uns wünscht sich einen gesundes und strahlendes Lächeln. In folgendem Post habe ich die wichtigste Punkte rum um die gesunde und schöne Zähen zusammengebracht.

Die häufigsten Zahnerkrankungen

Karies und Parodontitis sind weit verbreitet. Karies mit einer Ver­breitung von über 90 Prozent liegt dabei mit Abstand an erster Stelle, gefolgt von Parodontitis, unter der zunehmend viele Deutsche leiden. Erst weit dahinter erscheinen Erkrankungen wie Depression, Bluthochdruck, Diabetes, Asthma oder Migräne in der Statistik.

Der Zusammenhang mit der Allgemeingesundheit

Mundpflege und Allgemeingesundheit stehen in Verbindung. Immerhin kann der Mund bei mangelhafter Hygiene auch zur Eintritts­pforte für schädliche Bakterien in den Körper werden, warnen Wissenschaftler. So können vor allem die Keime, die zu einer Parodontitis führen, das Risiko für schwerwiegende Erkran­kungen erhöhen.

Zähneputzen früher und heute

Das Zähneputzen hat eine lange Tradition und wurde zum Beispiel schon im alten Indien um ca. 500 v. Chr. mit Hilfe faserig gekauter Zweige und „Zahnpasta“ aus Honig, Öl und Gewürzen betrieben. Eine kontinuier­liche Mundpflege mit Zahnbürste hat sich in Deutschland erst ungefähr ab der Mitte des 19. Jahr­hunderts durchgesetzt. Heute werden zur gründlichen täglichen Mundpflege zahlreiche Hilfsmittel angeboten – von Handzahnbürste, Elektrozahnbürste und Zahncreme bis zu Zahnseide, Mund­spüllösungen und vielem mehr.

Die 10 wichtigsten Tipps für gesunde Zähne

1. Mindestens 2-mal täglich Zähneputzen  (möglichst aber nicht unmittelbar nach dem Essen, da ein erhöhter Säurespiegel nach Obst- oder Saftgenuss beim Zähneputzen zum Abrieb des Zahnschmelzes führen kann. Deshalb mit der Mundpflege mindestens 60 Minuten nach dem Essen warten oder alternativ – im Falle von sauren Nahrungsmitteln – vor dem Essen putzen.). Auf keinen Fall das Mal vor dem Schlafengehen vergessen, das ist das wichtigste Zeit um Zähne putzen, die Bakterien schlafen nicht!.

 2. Jeweils mindestens 2 Minuten lang die Zähne gründlich reinigen  (Achtung: Derzeit wird noch viel zu kurz – nur 45 Sekunden im Durchschnitt – geputzt).

3. Immer mit System Zahn-Kauflächen, -Außenflächen und -Innenflächen putzen  (wichtig ist, dabei nicht zu viel Kraft auf die Zahnoberflächen auszuüben).

4. Auch Zahnzwischenräume bei der Pflege berücksichtigen, z.B. mit Zahnseide reinigen. Heutzutage gibt’s zahlreiche verschiedenen Zahnseiden. Am günstigsten ist ungewachste Zahnseide, aber sie kann ziemlich leicht auffasern. Gewachste Zahnseide gleigt dagegen besser. Viele Zahnseiden sind zusätzlich be­schichtet mit Menthol für einen frischen Geschmack oder sogar mit bestimmten Substanzen, die einen zusätzlichen medizinischen Effekt erzielen. Für alle Zahnseiden gilt: Bei ihrer Anwendung sollte für jeden Zahnzwischenraum jeweils ein frischer Abschnitt Zahnseide verwendet werden. Wenn Sie mit Zahnseide nicht so gut zurecht kommen oder die Zahnzwischenräume größer sind, stehen auch Zahnzwischenraumbürsten für ein einfaches Handling zur Verfügung.

5. Regelmäßig die Zunge pflegen  (wichtig deshalb, weil sich auf dem Zungenrücken ein schädlicher Bakterienbelag bildet).

6. Fluoridhaltige Zahncreme verwenden. Fluorid hat sich als wahres Wundermittel gegen Karies bewährt. Es erhöht die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegen Säuren aus dem Zahnbelag und der Nahrung, die wichtige Substanzen aus dem Zahn herauslösen. Fluorid hilft dabei, den Zahn wie­der hart zu machen. In Lebensmitteln ist nur selten Flu­orid enthalten. Darum wird den meisten Zahncremes seit den 50er Jahren Fluorid beigemengt

7. Auf geeignete Mundpflegeprodukte achten  (vor der Anwendung spezieller Hilfsmittel empfiehlt sich eine Beratung durch den Zahnarzt).

8. Die Zahnbürste spätestens alle 3 Monate wechseln.

9. Auf zahngesunde, weniger zuckerhaltige Ernährung achten  (das gilt ganz besonders bei Kindern, da ihr Zahnschmelz noch nicht ausgehärtet und damit empfindlicher ist)

10. Den regelmäßigen Zahnarztbesuch zur Kontrolle nicht vergessen!. Und es wird empfohlen, Mindestens 1 Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung nehmen. Die tägliche Zahnpflege zu Hause ist eine Sache. Eine umfassende Reinigung vom Profi die andere. Viele Bereiche im Mundraum sind schwer zu erreichen und ohne professionelles Equipment ist das einfach nicht möglich.

Hier lasse ich euch noch eine interessante Tabelle für die richtige Zahnpflegemittel:

Indikation  Inhaltsstoff(e) Produktbeispiel(e)
Kinder bis 6 Jahre 500 ppm Fluoride Elmex® Kinder-Zahnpasta, Odol-med3, Oral-B Stages 2, Milchzahn Zahncreme
Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche 1000 ppm Fluoride Elmex® Junior
Karies, parodontal gesund 1000 ppm bis 1500 ppm Fluoride amin-o-med
Entzündliche Zahnfleischerkrankungen 1000 bis 1500 ppm Fluoride CHX (Chlorhexidindiglukonat) Curasept® Gel Parodontol, Chlorhexamed® Direkt Gel
Überempfindliche Zahnhälse 1000 bis 1500 ppm Fluoride, Apatit Theramed S.O.S Sensitiv,One Drop Only Zahncreme Konzentrat Zx3 (RDA-Wert von 30), Sensodyne® Pro Schmelz Fluorid Gelée
Verfärbung durch Tee, Rotwein, Nikotin u. a. zahnschmelzschonende Mikropartikel Blend-a-med medicweiss
Homöopathieverträgliche Zahncreme Ohne Zusatz von Menthol Eukalyptus oder Pfefferminze Elmex® mentholfrei, Weleda Calendula-Zahncreme

Zahnverfärbungen


Äußere Zahnverfärbungen:
Folgende Nahrungs- und Genussmittel sind dafür verantwortlich:

  • Tabak in gerauchter oder gekauter Form
  • Kaffee
  • Tee
  • Fruchtsäfte
  • Rotwein
  • Kirschen und Blaubeeren

Innere Zahnverfärbungen entstehen entweder während der Zahnentwicklung oder infolge von normalen Alterungsprozessen. Auch das Absterben von Zahnnerven führt oft zu einer Verfärbung. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Verfärbungen als Folge eines Zahnunfalls
  • Initiale Karies
  • spezielle Antibiotika
  • Hyperfluorose. Bei zu hoher Fluoridgabe während der Zahnentwicklung kommt es zu Schmelzbildungsstörungen, die zu weißlichen bis gelblichen Flecken führen.
  • Schmelzdysplasien (Schmelzmissbildung). Mehrere Ursachen sind möglich.

Gesund und schön: Die perfekten Zähne

Seit Jahren liegt das Aufhellen der Zähne, das Bleaching, im Trend. Denn: Gepflegte Zähne sind ein Zeichen von Gesundheit, aber vor allem strahlen sie Attraktivität aus. Vor jeder Bleachingbehandlung sollte eine zahnärztliche Überprüfung auf Zahn- oder Zahnfleischschäden und eine Reinigung der Zahnoberfläche stehen. Die regelmäßige professionelle Reinigung und Kontrolle erspart über die Jahre viel Ärger und Geld. Auch Zahnfleischbluten oder -taschen sollten ausgeschlossen werden. Bestehen keine Bedenken von Seiten des Arztes, können verschiedene Methoden für das Aufhellen der Zähne angewendet werden. Möglich sind ein „home-bleaching“ mit Schienen vom Zahnarzt für zuhause oder auch die Anwendung von Whiteningprodukten aus der Apotheke.

Bleaching beim Zahnarzt:

Beim „in-office-bleaching“ trägt der Zahnarzt das Bleichgel am Behandlungsstuhl auf die Zähne auf. Während einer Aktivierungszeit von etwa 30 Minuten werden die Zähne aufgehellt. Dieser Vorgang muss eventuell ein- bis zweimal wiederholt werden bis der gewünschte Bleicheffekt erreicht ist. Das Bleichen erfolgt durch peroxidhaltige Substanzen. Kosten: circa 200 bis 1000 Euro.

Home-Bleaching:

Der Zahnarzt fertigt eine passende Schiene an, der Patient setzt die Behandlung dann zu Hause fort. Dazu gibt er das Bleichgel in die Schiene, die dann etwa zwei Wochen getragen werden muss, vorzugsweise in der Nacht. Kosten: circa 300 bis 600 Euro.

Whiteningprodukte aus der Apotheke:

Bei ihnen unterscheidet man zwischen schnell wirkenden Intensivanwendungen in Form von Strips oder einem Pen und der täglichen Anwendung von Whiteningzahnpasten. Vorsicht: Viele herkömmliche Whiteningzahnpasten enthalten einen hohen Anteil Schleifmittel (Silica). Diese werden vor allem bei stärkeren Verfärbungen – etwa durch Nikotin – eingesetzt. Bei dauerhafter Anwendung kann es zu einer Abrasion kommen: Die Reibung führt zu einem Zahnhartsubstanzverlust, sodass der Zahnschmelz geschädigt werden kann. Die Zähne reagieren dann überempfindlich auf Heißes und Kaltes und werden anfälliger für Erkrankungen. Der genaue Grad der Abrasion einer Zahnpasta wird durch den RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion) angegeben. Ein niedriger RDA von 35 bis 40 gilt als empfehlenswert. Eine gute Zahnpasta sollte wegen der enthaltenen Schleifkörper weder Zahnschmelz noch Zahnbein oder im Mund befindliche Kunststoffe oder Metalle angreifen.

Gut meine Lieben, das war lang aber ich wollte, dass ihr das wichtigste über Zahngesunheit zusammen habt. Natürlich habe ich noch paar Themen gelassen, wie die Reinigung der dritten Zähne oder Kindermundpflege. In weiteren Beiträge werde ich mich noch damit beschäftigen. Wer gerade noch mehr Informationen zum Thema möchtet, findet man sie unter http://www.zahngesundheit-aktuell.de/

Quellen: Die PTA in der Apotheke Heft 5, 2007 – Procter & Gamble Service GmbH

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