Euromelanoma-Woche 2013


Euromelanoma Woche 2013 – 3. bis 9. Juni 2013

„Früh erkannt, Gefahr gebannt“. Jeder kann selbst etwas unternehmen, sein eigenes Hautkrebsrisiko im Griff zu behalten. Vom 3. bis 9. Juni findet die Euro-Melanomawoche 2013 statt. Zahlreiche Hautarztpraxen und klinische Einrichtungen beteiligen sich.

Die europaweite Kampagne unter dem Dach der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) stellt die Aufklärung über Hautkrebsrisiken, die Früherkennung und die eigene Vorsorge in den Mittelpunkt.

Eine wirksame Vorsorge fängt mit der regelmäßigen, monatlichen Inspektion der Haut am gesamten Körper an: bei sich selbst und den Menschen, die einem nahe stehen. Da nicht alle verdächtigen Pigmentflecken an sonnenexponierten Stellen auftreten oder an Hautstellen, die gut einsehbar sind, sollten Spiegel benutzt werden, um die Vorder- und Rückseite des Körpers absuchen zu können. Dabei ist es wichtig, auf Muttermale und Pigmentflecken zu achten, die sich auffällig verändern oder verändert haben, also rau und uneben erscheinen, jucken, bluten oder nässen, nicht abheilen, immer größer werden und mit der Zeit ihre Farbe wechseln.

Jede auffällige Hautveränderung sollte so schnell wie möglich von einem Dermatologen abgeklärt werden. Als Routineuntersuchung können zudem alle gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen und das alle zwei Jahre. Einige Krankenkassen übernehmen mittlerweile auch die Kosten für Jüngere und im Jahresrhythmus.

Sonnenschutz ist das A und O

Wer rasch einen Sonnenbrand bekommt, sollte besonders vorsichtig sein und die Sonne vor allem dann meiden, wenn sie intensiv ist, wie zur Mittagszeit im Sommer. Das gilt grundsätzlich auch für Kinder und vor allem für Babys. Sie brauchen besondere Aufmerksamkeit: Weil ihre Haut noch nicht voll entwickelt ist, sind sie den Einflüssen von UV-Strahlen, vor allem im ersten Lebensjahr, schutzlos ausgeliefert. Direkte Sonnenstrahlen sollten für sie tabu sein.

Wichtig ist es zudem, seine Haut lebenslang durch textilen Schutz und mit Sonnencreme zu schützen. Denn: Die Haut vergisst nicht. Jeder Sonnenbrand, besonders in der Kindheit, erhöht die Gefahr, im späteren Leben an Hautkrebs zu erkranken. Dabei hängt das individuelle Risikopotenzial wesentlich davon ab, wie hoch der eigene Pigmentschirm die Haut schützt. Ärzte unterscheiden bis zu sechs verschiedene Hauttypen. Alle, die eine helle Haut, blaue oder grüne Augen, blonde oder rote Haare haben und zu Sommersprossen neigen, tragen ein individuell höheres Erkankrungsrisiko, als dunkelhäutige Menschen mit brauner oder schwarzer Augenfarbe.

Sonnenanbeter aufgepasst

  • Deutschland liegt bei Hautkrebs in Europa auf Platz drei hinter Dänemark und Schweden.
  • Alle zehn Jahre verdoppelt sich die Zahl der Hautkrebsbefunde. Frühformen von Hautkrebs verzeichnen einen noch stärkeren Zuwachs.
  • Hautkrebs wird heute dank verstärkter Vorsorge immer früher erkannt und ist dann nahezu immer heilbar. Die Sterblichkeitsrate ist in Deutschland bei steigender Hauttumorhäufigkeit daher nahezu konstant geblieben.

Hier eine kleine Suchhilfe, wenn Sie selbst Ihre Muttermale auf Auffälligkeiten überprüfen wollen:

A wie Asymmetrie. Hat das Mal eine asymmetrische Form?

B wie Begrenzung. Ist das mal an den Rändern rau, zackig, uneben oder scheint es auszulaufen?

C wie Colorierung. Ist das Mal an einigen Stellen heller oder dunkler ?

D wie Durchmesser. Hat das Mal einen Durchmesser von mehr als 2 mm?

Beim kleinsten Zweifel am besten gleich zum Hautarzt!

Im Artikel „Tipps für einen richtigen Sonnenschutz“ habe ich schon praktische Präventions-Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne für die Sommer Saison gefasst.

Mehr Infos zur Euromelanoma-Kampagne findet ihr im Internet unter www.euromelanoma.de

Bild- und Textquelle: Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V.

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