Das Sahel- und Westafrika-Programm erhält Weltbank „Green Team Award“


Die Weltbank hat ein Team von der Global Environment Facility (GEF) und ihr Bank mit dem „Green Team Award“ für die Arbeit an der Sahel- und Westafrika-Programm zur Unterstützung der Große Grüne Mauer Initiative ausgezeichnet. Das Programm ist Teil der umfassenden Bemühungen um die Bodendegradation und Wüstenbildung über eine umweltfreundliche fragile Gürtel aus Subsahara-Afrika anzugehen. Die Auszeichnung, die am Mittwoch, 26. Februar 2013 in einer Zeremonie am Sitz der Weltbank in Washington vorgestellt wurde, erkennt das GEF-Weltbank-Team für seine Förderung dieses Projekt der Afrikanischen Union.

Afrikas Grüne Mauer im Sahel ist ein im Juli 2005 von der Afrikanischen Union (AU) beschlossenes Projekt gegen Desertifikation in der Sahelzone. Die Grüne Mauer in der Sahelzone soll mindestens 15 km breit und 7.100 km lang sein und damit etwa von Dakar im Westen nach Dschibuti im Osten Afrikas reichen. Es sollen etwa 11,7 Millionen Hektar Wald gepflanzt werden. Gepflanzt werden sollen zumeist einheimische Bäume und Sträucher. Anpflanzen sollen sie die einheimische Bevölkerung unterstützt von Agrarexperten. Die Pflanzen sollen sowohl für den Eigenbedarf (zum Beispiel als Nahrung) als auch für den Export (beispielsweise für Biokraftstoff) dienen und für den Anbau auf sandigen Böden und in wasserarmen Gebieten geeignet sein. Durch die Anpflanzungen soll ein extremer Landverlust verhindert, wenn möglich soll der Desertifikationsprozess sogar umgekehrt werden. Implizit erwünschte Effekte sind häufigere Regenfälle, ein wieder ansteigender Grundwasserspiegel und weniger Sandstürme. Diese Effekte würden sich auch auf Gegenden auswirken, die noch nicht von Verwüstung betroffen sind. Es wird erwartet, dass durch dieses Projekt die fortschreitende Verarmung der Menschen dieser Region aufgehalten werden kann und sich ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden.

Als Vorbild dienen Chinas Grüne Mauer oder die von Thomas Sankara in Burkina Faso 1983 bis 1987 initiierten Projekte, die allerdings nach seiner Ermordung von den Nachfolgeregierungen wieder zunichtegemacht wurden. Unter der Präsidentschaft von Olusegun Obasanjo machte sich die AU das Projekt zu eigen. In das Projekt sind die elf afrikanischen Länder Senegal, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Tschad, Sudan, Eritrea, Äthiopien und Dschibuti involviert. Im Senegal wurden bis zum Oktober 2010 Bäume auf einer Gesamtlänge von 525 km gepflanzt. Der Senegal, der jedes Jahr rund 50.000 Hektar Land an die Sahara verliert, nimmt zur Zeit die Vorreiterposition ein.

Aus der Pharmaindustrie, das Institut Klorane (Pierre Fabre) unterstütz auch dieses Projekt auf verschiedenen Ebenen.

Bilderquelle: GEF – Originaltextquelle: Pressemitteilung von GEF, Wikipedia

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